Marke ist kein Vibe

Die meiste “Markenarbeit” endet beim Moodboard: eine Farbpalette, eine Font-Paarung, eine Tonalitäts-Folie, die nach dem Kickoff niemand mehr aufmacht. Dann kommt das erste harte Quartal — eine Preisänderung, eine schlechte Bewertung, ein Wettbewerber, der das Angebot unterbietet — und das Moodboard hat dazu nichts zu sagen.

Eine Marke, die den Kontakt mit der Realität übersteht, ist ein System, kein Vibe: ein klarer Anspruch, für wen sie da ist und für wen nicht, Entscheidungsregeln für Preis und Ton unter Druck, und eine kleine Zahl an Nicht-Verhandelbarem, das jeder im Unternehmen wiederholen kann, ohne das Deck aufzuklappen.

Das ist der Unterschied zwischen Dekoration und Infrastruktur. Dekoration sieht im Pitch gut aus. Infrastruktur steht noch im vierzehnten Monat.

Zurück zur Übersicht